Falsch???
Antifaschismus
Referat: Bio/Chemie

 

Haltbarmachen

 

Schon in der Antike wurde Salpeter zum Haltbarmachen von Fleisch verwendet. Salpeter, auch unter dem Namen Kaliumnitrat bekannt wird im Fleisch von bestimmten Bakterien zu Nitrit abgebaut. Dieses Nitrit ist für die für Pökelfleisch typische Rotfärbung und für die Vernichtung zersetzender Bakterien verantwortlich.

 

Allerdings verbindet sich Nitrit im menschlichen Körper mit den Aminosäuren der Proteine zu krebserregenden Nitrosaminen. Bei Säuglingen verbinden sich Nitrite mit Hämoglobin zu Metahämoglobin, wodurch nicht mehr genug Sauerstoff aufgenommen werden kann. Jugendliche und Erwachsene besitzen ein Enzym namens Metahämoglobin-Reduktase, dass das Methahämoglobin wieder in Hämoglobin und Nitrit spaltet.

Da Säuglinge dieses Enzym noch nicht besitzen, ist der Verzehr von Pökelfleisch für sie extrem gefährlich.

 

Es gibt aber auch die Möglichkeit Fleisch ohne Nitrat haltbar zu machen, z.B. durch eine Salzlake. Letztes Schuljahr haben wir Osmose durchgenommen. Hier kommt wieder dasselbe Prinzip zum Einsatz. Das Fleisch wird in hochkonzentriertes Salzwasser eingelegt und dadurch wird dem Fleisch solange Wasser entzogen bis innen und außen die gleiche Konzentration herrscht. Durch den Wasserentzug wird gleichzeitig auch den verderbniserregenden Bakterien der Lebensraum entzogen.

 


Gewürze

 

Curry

 

Curry – eine exotische Kostbarkeit, unterliegt heute der deutschen Industrienorm. Spätestens seit der Currywurst lieben wir das gelbe Pulver aus dem Supermarkt, den Geschmack der großen weiten Welt.

 

Gewürze sind Pflanzenteile, aufbereitet aus Samen, Rinden, Blättern oder Blüten – von welchem Baum aber stammt Curry? Curry ist keine Pflanze, sondern eine Mischung aus verschiedenen Gewürzen. Es gibt zwar Curryblätter, die haben mit dem allgemein bekannten Curry aber so gut wie nichts zu tun, obwohl man sie auch zur Herstellung eines Currys benutzen kann.

 

Curry kommt aus Indien. Hauptbestandteil ist die gelbe Kurkumawurzel, auch Gelbwurz genannt; deren typischen Geschmack findet man in jedem Currypulver wieder. Außerdem gehören zum Curry die Bockshornkleesaat, Kardamom und Koriander. Die Inder benutzen Curry seit über 3.000 Jahren. Die Gewürz-Mixturen werden in jeder Region, jedem Ort, ja jedem Haushalt anders zusammengestellt – von süß über pikant bis scharf. Das südindische Wort "kari" meint allerdings nicht nur die Gewürzmischung aus frischen Zutaten, sondern die ganze Speise. Curry – ein indisches Nationalgericht!

 

Der Kampf um die Vorherrschaft im Gewürzmarkt

 

An der Südküste Indiens landete im Mai 1498 der Portugiese Vasco da Gama, der erste Europäer, der auf dem direkten Seeweg gekommen ist - auf der Suche nach den begehrten Gewürzen. Das war der Beginn des Kolonialimperiums: Portugal wurde reich und mächtig durch das Geschäft mit exotischen Spezereien. 1502 entdeckten die Portugiesen als erste die Zimtwälder der südindischen Insel Ceylon, das heutige Sri Lanka, immer noch wichtigstes Zimt-Anbaugebiet. Das Gewürz wird aus der Rinde der Zweige gewonnen – das Abschälen der Zimtrinde ist eine schwierige Präzisionsarbeit. Die feine, aromatische Ceylon-Qualität brachte mehr Gewinn als der bis dahin bekannte herbe Kassia-Zimt.

Zimt und andere tropische Gewürze wurden zuerst nach Lissabon gebracht und von dort in Europa weiter vermarktet. Der König von Portugal und Spanien war im 16. Jahrhundert zugleich Herrscher über die Niederlande. Er sperrte ihnen den Zugang zum Hafen Lissabon, als diese um ihre Unabhängigkeit kämpften. In Holland kam es zur Gewürzknappheit, die Preise stiegen. 1594 ging die erste holländische Expedition das Wagnis ein und startete ins noch geheimnisvolle Ost-Indien und zu den "Gewürzinseln". 1602 schlossen sich clevere holländische Händler zusammen. Ihre Idee: die mächtigen Konkurrenten aus Spanien und Portugal aus dem Weg zu räumen. Nur vereint würden die Kaufleute genügend Geld aufbringen, um eine eigene Flotte und Handelsstützpunkte aufzubauen. 17 Kaufleute bildeten die V.O.C, die Vereinigte Ostindische Compagnie. Der niederländische Staatenverbund übertrug ihnen so weitreichende Befugnisse wie keiner anderen privaten Gesellschaft: Die Ostindische Compagnie hatte absolute Gewalt, Bündnisse mit indischen Fürsten zu schließen, und zwar im Namen der Generalstaaten und der hohen Obrigkeiten der Vereinigten Niederlande. Auch war ihnen erlaubt, Festungen anzulegen, Soldaten anzuwerben und Oberbefehlshaber zu ernennen.Portugiesen und Holländer hatten verschiedene Absichten. Während die Portugiesen sagten: "Macht aus den Eingeborenen Christen und heiratet ihre Frauen", wollte die Ostindischen Compagnie sich in nichts einmischen und in Ruhe Geschäfte machen. Die V.O.C. eroberte weite Teile des portugiesischen Kolonialreiches. Mit ihrem eigenen Heer führte sie im Fernen Osten erfolgreich Krieg, auch gegen die Konkurrenz aus Spanien und England. Durch militärische Übermacht und geschickte Geschäftstaktiken brachte sie den Gewürzhandel ganz in ihre Hand.

 

Vanille

 

Vor 500 Jahren war der nach Vanille süchtige Aztekenfürst Moctezuma der mächtige Herrscher eines hochkultivierten Reiches, im heutigen Mexiko gelegen. Vanille würzte auch sein Lieblingsgetränk "Cacahuatl". Angeblich trank er täglich 50 Tassen davon. Vanille wurde schon vor 4.000 Jahre in Mittelamerika angebaut. Die Azteken bezahlten damit ihre Steuern. Sie nutzten Vanille als Gewürz und als Medizin, die das Herz stärkt und Angst und Müdigkeit beseitigt. Besonders mit Kakao zusammen hellt sie die Stimmung auf - ein Kraftspender. Die Indianerinnen rieben sich mit der Schote über Haar, Haut und Kleidung, um ihre Anziehungskraft zu erhöhen. Das funktionierte, denn Vanillin, der Duftstoff der Vanille, ist chemisch verwandt mit den Sexuallockstoffen des Menschen.

 

Aus Kakao, Vanille, Chili und Rum machte man den Liebestrank der Azteken. Vanille ist eine lianenartige Kletterorchidee. Die Blüte existiert nur einen einzigen Tag und bildet nach ihrer Bestäubung eine grüne Fruchtkapsel, die Schote. Diese wird kurz vor der Reife geerntet, noch völlig geschmack- und geruchlos, und dann mit Dampf oder Heißwasser mehrfach zum Schwitzen gebracht. Der lange Reifeprozess ist aufwendig und hat entscheidenden Einfluss auf Qualität und Preis der Schote. Durch das anschließende Trocknen in der Sonne bekommt sie ihre braune Farbe und dann erst ihr typisches, unverwechselbares Aroma.

Viele Teefirmen mischen Vanille unter ihre Teemischungen. Vanillearoma, das aus den Schoten Jahrhunderten bei den mexikanischen Azteken. Vanille ist nach Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt.

 

 

Gefährliche Stoffe im Rauch
Wenn organische Substanzen verbrennen, entstehen aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Durch den Rauch schlagen sich diese Substanzen an Fleisch und Würstchen nieder. Besonders viele PAK, darunter das Krebs erregende Benzpyren, entstehen, wenn Fett aus dem Grillgut in die Glut tropft und verbrennt. Benzpyren ist auch im Zigarettenrauch enthalten, und zwar in weitaus größeren Mengen als beim Grillen. Doch auch mit Getreide und Gemüse nehmen wir diesen Stoff auf – aus Abgasen von Autos, Industrie und Heizungen.

Durch Gemüse, Senf und Kräuter kann den negativen Wirkungen entgegengesteuert werden. Die darin enthaltenen Vitamine und Stoffe helfen dem Körper beim Abbau von Benzpyren & Co.

 

 

 

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